EasyCatalog – Vergleich von formatregel- und textfluß-basierter Paginierung

Die neue, formatregel-basierte Paginierung von EasyCatalog bringt zwei wichtige Funktionen mit, die frühere Paginierungs-Verfahren von EasyCatalog nicht bieten. Mit der neuen Paginierung können

  • neue und gelöschte Datensätze und
  • geänderte Layouts von Produktstilen

nachträglich in EasyCatalog-Produktionen, die mit der formatregel-basierten Paginierung, erstellt wurden, eingefügt bzw. ausgetauscht werden. Das sind Vorteile, die die bisherigen Paginierungs-Verfahren von EasyCatalog, wie die „normale“, textfluss-basierte Paginierung, nicht bieten.

In diesem Artikel möchte ich beleuchten, wo genau die Unterschiede zwischen der formatregel- und der textfluss-basierten Paginierung liegen und eine Entscheidungshilfe geben, wie man diese beiden Paginierungs-Verfahren am besten einsetzt.

Vergleich von formatregel- und textfluss-basierter Paginierung

Formatregel-basierte Paginierung Textfluss-basierte Paginierung
1 Speicherort der zu paginierenden Produktstile In sog. Regelsets im InDesign-Dokument (.indd) In EasyCatalog-Objekt-Bibliotheken (.indl)
2 Nachträgliches Aktualisieren paginierter Werte Ja Ja
3 Nachträgliches Einfügen neuer Zeilen aus einer Datenquelle Ja Nein
4 Nachträgliches Löschen von aus einer Datenquelle gelöschten Zeilen Ja Nein
5 Nachträgliches Austauschen von Produktstilen Ja Nein
6 Nutzung mit Relational Modul Derzeit nicht (Stand 03/2014) Ja
7 Nutzung mit Drag & Drop möglich Ja Ja

Diese Tabelle enthält die aus meiner Sicht wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Paginierungs-Verfahren von EasyCatalog.

Formatregel-basierte Paginierung von EasyCatalog funktioniert derzeit nicht mit Relational-Modul

Bedauerlich ist, dass die formatregel-basierte Paginierung derzeit „nur“ mit Flat-File und XML-Datenquellen arbeitet. Gerade für das Arbeiten mit komplexen Datenbank-Strukturen hätte diese Funktion einen weiteren, sehr nützlichen Funktionsumfang dargestellt.

Denn so wäre es möglich gewesen, Preislisten und Kataloge ausschließlich auf Basis von Datenbankwerten neu zu produzieren, die bspw. über ein PIM-System gepflegt werden. Bis 65bit dieses Problem in den Griff bekommen hat, kann man sich aber mit der ODBC-Schnittstelle von EasyCatalog behelfen.

Da diese es ermöglicht, eine in einer Datenbank gespeicherte View abzufragen, kann man über diesen Umweg auch an komplexere Datenstrukturen für den Anschluss an eine EasyCatalog-Palette kommen. Einzige Bedingung: Die benötigten und von der View oder einem „normalen“ Join im SQL-Statement zur Abfrage der ODBC-Datenquelle gelieferten Daten müssen in einer Gruppe darstellbar sein.

Performance der Formatregel-basierten Paginierung

In ersten Produktionen, die wir seit Sommer 2013 bis heute mit EasyCatalog und der formatregel-basierten Paginierung umgesetzt haben, haben wir gefühlt leichte Perfomance-Verluste bei der erstmaligen Erstellung sowie der Aktualisierung von bereits mit EasyCatalog platzierten Werten (Tabelle Pos. 2) gegenüber der „normalen“, textfluss-basierten Paginierung festgestellt.

Bisher werden diese leichten Zeitverluste durch die erhöhte Flexibilität der der neuen Paginierung mehr als aufgewogen. Wir werden das aber noch weiter untersuchen und zum Thema eines weiteren Artikels über die formatregel-basierte Paginierung machen.

Weitere Details zur formatregel-basierten Paginierung von EasyCatalog sowie einen Vergleich der Workflows der beiden Paginierungs-Verfahren gibt es auf unserer Website unter www.ust-gmbh.de/de/easycatalog-formatregel-basierte-paginierung/.

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